Mit dem Bulli durch die Republik: Globales Lernen an Schulen

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Vom Roadtrip im Bulli hat wohl schon fast jede*r einmal geträumt. Seit Anfang 2017 tourt der Bulli der Initiative Zukunftsblick durch die Republik, der Globales Lernen an Waldorfschulen bringt. Auf dem Wandel-Campus in Köln Anfang Oktober stellte sich die Initiative vor. Taco Liermann war im Sommer 2017 aktiv mit auf Tour, mitten.drin I freiwilligenmagazin.de sprach mit ihm auf einem Workshop in Köln.

Engagierte Menschen touren für die Initiative Zukunftsblick durch ganz Deutschland. Die Tourdaten werden vorab bekannt gegeben, eine aktuelle Karte dazu findet sich auf der Webseite der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V., dem Trägerverein der Initiative. Was sie vor allem an die Schulen bringen sind Erfahrungen, und zwar die von ehemaligen Freiwilligen.

Die Initiative möchte den Schüler*innen alternative Zukunftsvisionen aufzeigen und Schüler*innen da abholen, wo sie oft nicht weiter wissen, wenn sie an die Zukunft denken: Wenn sie nicht wissen, was sie einmal werden wollen, welche Möglichkeiten es eigentlich für sie gibt. Die Ehrenamtlichen erzählen von ihren Freiwilligendiensten im Ausland und wollen Lust auf ehrenamtliche Arbeit und Selbsterfahrung machen. In Workshops wollen sie „die Stärken der Schüler*innen herauskitzeln und gemeinsam mit ihnen Zukunftsvisionen bilden“, so Taco Liermann. Er und seine Kollegen hören den Kindern und Jugendlichen zu und geben Impulse. In dreitägigen Youth Leadership-Workshops lernen die Schüler*innen zum Beispiel das Handwerkszeug, um ganz eigene Projekte in ihrer Schule oder Gemeinde ins Leben zu rufen und umzusetzen.

Schüler*innenfirmen – Wirtschaft ohne Wachstum

Momentan entwickeln die gut zwanzig Aktiven der Initiative ein Konzept für „Schüler*innenfirmen“. Jugendliche sollen dann eigene Projekte zum Thema Postwachstum planen und umsetzen. Dieses Jahr tourte der Bulli von Februar bis Juli an 70 verschiedenen Schulen und gab insgesamt 110 Workshops. Taco nennt die erste Tour einen „vollen Erfolg” und schwärmt vom „Urlaub im Bulli“, der so lange dauern kann, wie mensch Lust hat mitzufahren. Die Ehrenamtlichen seien meist zu zweit unterwegs, erzählt Taco. Nicht immer fänden sich jedoch ausreichend Teamende und so müssten die besonders Engagierten manchmal häufiger ran, als ihnen lieb ist. Neben den ehrenamtlichen Teamenden koordiniert Helmut Wolman, Gründer der Ideenwerkstatt BildungsagentInnen, hauptamtlich mit einer halben Stelle die Initiative.

An Ideen und Träumen fehle es nicht, meint Taco. Nur eben an Leuten, die zuverlässig mitmachen wollen. Bisher sei die Initiative jedoch nur für ehemalige Freiwillige der Freunde der Erziehungskunst gedacht. Alle weiteren Interessent*innen könnten zwar mitmachen, so Taco, das sonst übliche Honorar von 35 Euro pro Einsatz und die Fahrtkosten würden ihnen allerdings nicht erstattet werden. Er hofft jedoch, dass sich bald weitere Entsendeorganisationen der Initiative anschließen und die Initiative interessanter für alle ehemaligen Freiwilligen wird. Für ihn stellt Zukunftsblick einen Raum für Erfahrungsaustausch dar, den er sich damals selbst gewünscht hätte, als es um die Frage ging: „Was soll ich werden?“. Die Initiative biete einen Austausch auf Augenhöhe und könne den Schüler*innen den Druck und die Angst vor der Zukunft nehmen, so Taco. Die Tourdaten für 2018/2019 sind bereits online. Und: Die Initiative freut sich über neue Gesichter!

 

Mehr dazu:

 

Titelfoto: Pixabay/Alexas_Fotos

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