Rücken WinD: Engagement sponsored by BMZ

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Dieser Artikel erschien im August 2015 in der Print-Ausgabe von mitten.drin. WinD-Gruppen in Deutschland organisieren unterschieldiche Aktionen, unter anderem das Projekt „Fairzehr“, welches sich den Kosum fair gehandelter Produkte auf die Agenda geschrieben hat.

Als Irina, 21, 2013 aus Malawi zurück nach Deutschland kam, war ihr klar, dass sie sich auch weiterhin engagieren wollte. „Ich hatte so viele Ideen im Kopf. Dachte mir ‚Du musst ganz viel machen, dich unbedingt weiter engagieren‘, nur wo – das wusste ich zuerst nicht so genau“. Auf ihrem Nachbereitungsseminar der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) stieß sie auf WinD.

WinD – das steht für „WinD – ein Rückkehrerprogramm für internationale Freiwillige“ (ehemals: „Weltwärts in Deutschland“). Das Programm wurde von Engagement Global angestoßen und bezeichnet sich selbst als Netzwerk. Sowohl zwischen Zurückgekehrten untereinander als auch zwischen ihnen und Zuständigen von Engagement Global. Ehemalige Freiwillige finden sich in ihren Städten zusammen, um sich gemeinsam zu engagieren und dabei die Grundlage, die ein Freiwilligendienst aufbaut, zu nutzen. Für jedes Bundesland gibt es Betreuer*innen, die die Gruppen koordinieren und als Ansprechpartner*innen dienen. Außerdem werden die WinD-Gruppen bei ihrer Bildungs- und Projektarbeit finanziell gefördert.

Eigene Ortsgruppe zum Austausch

Faire Frühstücksverkostung in der Münsteraner Innenstadt. (Foto: Luisa Dam)
Faire Frühstücksverkostung in der
Münsteraner Innenstadt. (Foto: Luisa Dam)

Nach dem Rückkehrer*innenseminar gründete Irina mit Hilfe der Koordinatorin für NRW eine Gruppe in Münster. Sie versteht WinD vor allem als eine Plattform, auf der Potential und das Interesse, sich zu engagieren, zusammentreffen. Die meisten Zurückgekehrten hätten während ihres Jahres so viel gelernt, an dem angeknüpft werden könne. Der Austausch bilde einen wichtigen Faktor, das Gelernte weiterzugeben, und auch andere, beispielsweise durch entwicklungspolitische Aktionen, aufzuklären. Dass man bei der Gelegenheit nette, interessante Leute kennenlerne, sei lediglich ein toller Nebeneffekt.

Und WinD wächst: Während der Wirkungskreis der einzelnen Gruppen anfangs häufig nicht über ihre jeweiligen Städte hinauslief, gibt es nun eine internationale Community. Über ein Forum tauschen sich die WinD-Gruppen aus über 20 Standorten Deutschlands, der Niederlande und Österreichs untereinander aus. Zwei Mal im Jahr trifft man sich auf einem bundesweiten Treffen, berät sich und plant gemeinsame, überregionale Aktionen. Bei einem dieser Treffen, der Frühlingswind 2014, entstand zum Beispiel auch die Aktion „Fairzehr“.

Aktionen im ganzes Bundesgebiet

An einem ausgewählten Termin organisierten alle WinD-Gruppen parallel Aktionen zum gemeinsam beschlossenen Thema. In Münster war das ein „faires Frühstück“. Die Gruppe bot Vorbeigehenden in der Innenstadt kostenlosen Kaffee, Brot und vieles mehr an. Da der Stand in der Nähe des gleichzeitig stattfinden Wochenmarktes aufgebaut worden war, kamen viele Leute vorbei, die sich sonst nicht mit dem Thema „fair trade“ auseinandergesetzt hätten. Irina: „Die Aktion war ein voller Erfolg, wir sind mit vielen Interessierten ins Gespräch gekommen und haben bestimmt einige Denkanstöße gegeben “.

 

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Titelfoto: Luisa Dam


 

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