Engagementpreis: Raus aus dem stillen Antragskämmerchen

Engagementpreis: Raus aus dem stillen Antragskämmerchen

Ab sofort kannst Du Dich mit Deinem Projekt für den FAIRwandlerpreis bewerben. Ausgezeichnet wird Engagement, das Veränderung bewirkt.

 

Tausend Möglichkeiten, sich zu engagieren. Tausend Möglichkeiten Projekte zu finanzieren. Die meisten davon sind entweder aufwendig, wie z.B. Anträge schreiben, oder unrealistische Ideen wie: Das Projekt trägt sich irgendwann selbst. Für alle, deren Projekt sich über die ersten Monate hinweg gerettet hat, deren Motivation noch Bestand hat, gibt es jetzt Hoffnung darauf, dem Projekt einen Kick zu verschaffen.

Ideelle Unterstützung ergänzt das Preisgeld

Ein Zusammenschluss von Entsendeorganisationen hat beschlossen: „Wir wollen junge Menschen in ihrem Engagement bestärken und unterstützen. Und das auch deutlich zeigen“, so Stephanie Himmel, Referentin der Karl Kübel Stiftung. Sie plant den FAIRWANDLER-Preis, eine Auszeichnung für Projekte von Zurückgekehrten. Diese wird im November 2016 erstmals an eine Gruppe oder eine Person vegeben, die durch ihren Auslandsaufenthalt dazu bewegt wurde, „entwicklungspolitisch aktiv zu werden“.Fairwandler-Logo_4c_mit claim

Vier Kategorien sind vorgesehen: Bildung, Solidarische Partnerschaft, Journalistische Tätigkeit und Künstlerisches Engagement. Sollten die Projekte sich in ganz anderen Bereichen bewegen, werden die Kategorien angepasst. Vergeben wird der Preis nach folgenden Kriterien. Sie werden von einer Jury aus Entwicklungszusammenarbeit, Medien, Wirtschaft, NGOs und zurückgekehrten Freiwilligen, bewertet: Entwicklungspolitische Wirksamkeit, Potenzial, Art und Weise der Umsetzung. Immer im Hinterkopf die Frage: „Was bewirkt das Engagement und wie nachhaltig ist es?“

Wer nach Ansicht der Jury die größte Veränderung in der Gesellschaft herbeiführen kann, bekommt den Preis. Der besteht nicht nur aus einer Finanzspritze für die Weiterentwicklung der Idee, sondern auch aus einem individuellen Supportpaket. Unterstützung beim Programmieren, eine Fortbildung, ein Projekt Management Plan. Was ihr gerade braucht, wird möglich gemacht. Dafür haben die Organisator*innen ein Netzwerk aus Zivilgesellschaft (z.B. der Karl-Kübel-Stiftung) und Wirtschaft aufgebaut.

Die „Szene“ in die Gesellschaft zurückbringen

Denn auch das ist ein Ziel des Preises. Öffentlichkeit schaffen. Damit mehr Leute sehen, was junge Menschen anstoßen. Menschen aus der Wirtschaft in Verbindung mit engagierten Leuten bringen. Sie wissen lassen, was für ein gesellschaftlicher Mehrwert durch gut begleitete Auslandsaufenthalte entstehen kann. „Ihr seid ja auch interessant als potenzielle Mitarbeiter*innen“. Außerdem soll der Preis auch noch einen anderen Zweck erfüllen: Den „mach-mit“-Effekt. Sie erhoffen sich durch die Auszeichnung weitere Menschen anzustoßen, sich zu engagieren.

Wer zwischen 19 und 32 Jahre alt ist, mindestens drei Monate in einem „Entwicklungsland“ gelebt hat und testen will, ob das eigene Projekt mit seinen Parallelstrukturen auch in den Strukturen der Gesellschaft funktioniert und vielleicht floriert, der ist hier genau richtig.

 

Mehr zum Thema:


Titelfoto: Manoel Eisenbacher


 

No Comment

Kommentar verfassen

Back
SHARE

Engagementpreis: Raus aus dem stillen Antragskämmerchen